Kategorie: Veranstaltungen

  • Why Accessibility Approaches Often Fail (and What to Do Instead)

    Why Accessibility Approaches Often Fail (and What to Do Instead)

    Warum Ansätze für Barrierefreiheit häufig scheitern – und was wir anders machen können

    Ausgrenzung beginnt nur selten mit einer bösen Absicht. Sie entsteht dort, wo Entscheidungen in Räumen getroffen werden, in denen Menschen mit Behinderungen nicht vertreten sind.

    In meinem Vortrag „Warum Ansätze für Barrierefreiheit häufig scheitern – und was wir anders machen können“ richte ich den Blick auf eine oft unsichtbare Belastung: den täglichen „Mental Load“, den Menschen mit Behinderungen in nicht barrierefreien Umgebungen tragen.

    Dazu gehören die ständige Sorge, wichtige Informationen oder Chancen zu verpassen, die Unsicherheit angesichts unzugänglicher Angebote und die Anstrengung, eigene Bedürfnisse zu verbergen oder sich fortwährend an ungeeignete Bedingungen anzupassen. Hinzu kommt die Angst, durch das Ansprechen von Barrieren stigmatisiert zu werden.

    Diese Erfahrungen sind keine seltenen Ausnahmefälle. Sie sind vorhersehbare Folgen von Systemen, Produkten, Arbeitsplätzen und Organisationskulturen, die ohne echte Beteiligung von Menschen mit Behinderungen gestaltet wurden.

    Anhand anschaulicher Alltagssituationen und persönlicher Geschichten übertrage ich das bekannte Konzept des „Mental Load“ aus Beziehungen und Familien auf die digitale und gesellschaftliche Barrierefreiheit. Dadurch wird deutlich, weshalb Barrierefreiheit nicht davon abhängen darf, dass Betroffene immer wieder auf Probleme hinweisen, ihre Situation erklären oder individuell um Anpassungen bitten müssen.

    Barrierefreiheit muss von Anfang an mitgedacht werden. Dafür reicht es nicht, technische Vorgaben nachträglich abzuarbeiten. Menschen mit Behinderungen müssen an den Entscheidungen beteiligt sein, die ihre Lebens- und Arbeitsrealität betreffen.

    Der Vortrag zeigt, warum viele bisherige Ansätze zu kurz greifen – und wie wir Strukturen schaffen können, die Verantwortung nicht länger auf diejenigen abwälzen, die von Barrieren betroffen sind.

    Vortrag: „Why Accessibility Approaches Often Fail (and What to Do Instead)“
    Referent: Marc Haunschild
    Uhrzeit: 11:05 bis 11:25 Uhr

  • Wie Du digitale Barrieren erkennst + Kommunikation für mehr Menschen öffnest

    Wie Du digitale Barrieren erkennst + Kommunikation für mehr Menschen öffnest

    Digitale Barrierefreiheit: Marc Haunschild zu Gast bei Uchenna Jonas

    Wir bewegen uns jeden Tag durch digitale Räume. Wir schauen Videos, lesen Beiträge, öffnen Dokumente und reagieren mit Emojis. Was für viele Menschen selbstverständlich funktioniert, kann für andere jedoch schnell zur Barriere werden:

    Ein Bild ohne Alternativtext.
    Ein Video ohne Untertitel.
    Ein Dokument, das von Screenreadern nicht erfasst werden kann.
    Oder vermeintlich „fette Schrift“, die technisch gar kein echter Text ist.

    Meist schließen wir Menschen nicht bewusst aus. Häufig wissen wir schlicht nicht, welche Barrieren unsere Inhalte erzeugen.

    Genau darum geht es im nächsten LinkedIn Live von Uchenna Jonas. In seinem Format „Level Up Your LinkedIn Game“ spricht er dieses Mal mit mir über digitale Barrierefreiheit und inklusive Kommunikation.

    Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich damit, digitale Produkte für alle Menschen zugänglich zu machen. Als Accessibility Consultant, Fachbuchautor, Trainer und internationaler Speaker unterstütze ich Unternehmen, Behörden und Organisationen dabei, technische Anforderungen mit den Bedürfnissen der Menschen zu verbinden, die digitale Angebote täglich nutzen.

    Im Gespräch mit Uchenna Jonas geht es unter anderem um folgende Fragen:

    • Warum betrifft digitale Barrierefreiheit uns alle?
    • Welche Barrieren begegnen uns auf LinkedIn und im digitalen Alltag?
    • Was haben Videos, Bilder, Dokumente, Emojis und „fette Texte“ damit zu tun?
    • Warum ist Barrierefreiheit nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Haltung und Kommunikation?
    • Wie können wir Verantwortung übernehmen, ohne uns vom Anspruch auf Perfektion blockieren zu lassen?

    Anhand konkreter Beispiele aus meiner Praxis zeige ich, mit welchen oft einfachen Veränderungen sich digitale Inhalte zugänglicher gestalten lassen.

    Denn gute Barrierefreiheit bedeutet mehr, als Normen einzuhalten. Sie bedeutet, digitale Räume zu schaffen, in denen sich mehr Menschen willkommen fühlen und niemand unnötig ausgeschlossen wird.

    Termin und Teilnahme

    Donnerstag, 20. August 2026
    12:30 bis 13:15 Uhr
    30 Minuten Gespräch und 15 Minuten Fragen und Antworten – live auf LinkedIn

    Bringen Sie Ihre Fragen und Erfahrungen gerne in den Chat ein. Sie erhalten konkrete Anregungen, die Sie direkt auf Ihre eigene digitale Kommunikation übertragen können.

    Uchenna Jonas und ich freuen uns auf einen offenen und praxisnahen Austausch.